Marketingtipp für eure Band


Die Musikindustrie hat sich durch das Internet grundlegend verändert: Durch illegales Filesharing und neue legale Verkaufswege (itunes) brachen die Verkäufe von CD´s ein und veränderten das gesamte Geschäft:
Madonna hat den Vertrag mit Ihrem Label gekündigt und einen Deal mit einem großen Konzertveranstalter gemacht. Radiohead veröffentlicht seine Songs exklusiv über die eigene Webseite und bittet darum, soviel zu bezahlen, wie man will.

Kurzum: Die Umsätze werden nicht mehr über den Verkauf von Songs gemacht, sondern durch Lifeauftritte und Merchandising-Artikel. Die Musik wird mehr und mehr zu einem Marketinginstrument der grossen Musiker für Ihre Tourneen.

Als Band muss man sich also die Frage stellen: Wodurch verdiene ich Geld, und was kostet es mich, Menschen zu finden, die meine Musik mögen und Fans meiner Band werden? Die meisten Bands, die ohne Budget starten, investieren Ihre Zeit z.B. durch unbezahlte/schlechtbezahlte Auftritte in Clubs, als Vorband einer grossen Band auf Tour, etc.

Eine Querdenkeridee, wie man Menschen findet, die zu Fans der eigenen Band werden könnten, gibt´s bei dem Marketingexperten Seth Godin in seinem Bloghier sein Tipp:

Wählt ein paar bekannte Bands, die eure Stilrichtung spielen.
Kauft (natürlich am besten günstig) CDs dieser Bands und verkauft sie auf Ebay und über Amazon weiter. Setzt den Preis niedrig an, so dass die CDs auf jeden Fall gekauft werden.
Diejenigen, die die CDs kaufen werden sind Fans eurer(!) Stilrichtung.
Jeder verkauften CD legt ihr eine Kopie eurer CD und Promomaterial Eurer Band bei.
Eure Musik geht an Fans eurer Stilrichtung (Ähnlichkeit der Stilrichtung ist superwichtig!). Fans kennen Fans – legt zwei oder drei Kopien Eurer CDs bei und eure Musik wird weitergereicht.

Bei dieser Idee kostet einen jeder Fan richtig Geld.
Ich frage mich, ob man sowas nicht auch über das eigene Profil bei Last.fm machen kann: Man legt eine Liste von Songs als Favoriten an, die der eigenen Musikrichtung ähneln und lädt seine eigenen Songs mit hoch. Anschließend sucht man Leute mit gleichem Musikgeschmack und verkontaktet sich mit ihnen, sodass diese die eigene Playlist sehen: Sie finden Eure Musik, kennen die nicht und werden diese (hoffentlich) anhören – der erste Schritt, um zum Fan zu werden.